Levi (Matthäus der Zöllner) ist das Urbild des modernen Menschen.
Er ist ein Geldmensch, ein vermögender Mann.
Eines Tages beginnt bei ihm die große Krise. "Warum tue ich das alles? Was ist nachher? Was ist nach dem großen Gelage? Nur Leere, Alleinsein?"
Freund gib acht auf den begnadeten Augenblick, indem du dir die Leere deiner Existenz abgründig zum Bewußtsein kommt! Er ist das Sprungbrett zur Bekehrung. Wenn dich das Nichts angrinst, dann greif nach Gott!
Kennst du diese Fratze des Nichts? Hast du den Nihilismus deines Daseins schon erlebt? In jenen Augenblicken kommt dir zum Bewußtsein, daß dein Leben nur ein Schellengeklapper ist. Ein immerwährendes Gewinnstreben, Wettbewerb und Höchstleistungen, ein ewiger Tanz ums Goldene Kalb. Wenn das Geld den Geist überrollt, lebt der Mensch im Nichts, unbehaust, verstört. Was hast du außer Geld? Was suchst du außer Geld? Ist es in deinem Leben zum Krebsfraß geworden, der dich und alle Werte zerstört? Tu nicht so weiter! Sonst wird es ein Sturz ins Nichts.
Die westliche Welt ist heute wie dieser Levi. Nichts ist mehr wichtig außer dem Geld. Seither sitzt das Nichts im Tempel der Menschenherzen. Alles Reden ist zum unverbindlichen Geschwätz geworden. Die Maßstäbe fehlen. Nichts ist mehr grund-legend, nichts ist mehr fundamental. Die Nichtigkeiten regieren die Gesellschaft. Der Mensch ist zu einem Knecht des Augenblicks geworden. Nichts hat mehr Anspruch auf Wahrheit und Wert. Nirgendwo ist mehr Würde. Die Menschen sind kalt und verwildert.
Freund, wenn sich der Abgrund des Nichts in deinem Leben auftut, dann schau nicht weg! Besauf dich nicht, um zu vergessen! Flieh nicht vor dieser Einsicht! Betäub dich nicht, um die Angst vor diesem Nichts ertragen zu können! Hab Mut, der Wirklichkeit deines Lebens ins Auge zu schauen! Nur diese Whrheit kann dich befreien vor dem Sturz ins bodenlose Nichts.
Eines Tages kam Jesus vorbei. Auch Levi war dabei und hörte Jesus zu. Jesus sprach vom Reich Gottes, vom Ewigen, vom Bleibenden, von der Lebens-Fülle, vom Ende aller Illusionen, von der Befreiung der gefangenen Herzen, vom Augenlicht für die blinden Geld-Menschen und von der Heilung der zerbrochenen Existenzen. In diesem Augenblick erwachte in Levi die unermeßliche Sehnsucht nach dem Eigentlichen im Leben und der Rettung vor dem Nichts. Da sprach ihn Jesus an: „Folge mir!“ Levi verließ alles und folgte Jesus nach. Er war dem Nichts entronnen und hat bei Gott Heimat gefunden.
Freund, Gott ist die einzige Antwort auf das Nichts des Lebens. Aber vielleicht mußt du erst die Gottlosigkeit deines Dahinlebens tiefer erfahren. Den Ver-Fall, die Katastrophe, die Entwurzelung, den Verlust aller Maßstäbe, die Haltlosigkeit, die Kluft zwischen dir und Gott. Herr, erlöse mich!
Eines Tages kommt auch für dich die Stunde, in der dich Gott bei deinem Namen ruft: „Levi folge mir!“ Dann weißt du, daß Gott zu dir ganz allein und persönlich gesprochen hat. Es ist eine innere Offenbarung. Da erkennst du mit einem Mal alle Nichtigkeiten als wirklich nichtig.
Nur eines ist dir dann wichtig. Jener grenzenlose Gott, der allein deine grenzenlose Sehnsucht erfüllen kann. Das ist der Augenblick der Umkehr. Der Opfermut verändert dann dein Leben: „Verglichen mit Gott ist das alles ein Nichts.“ Deshalb verläßt dieser Mensch dann alles, was ihn hindern könnte, Gott ganz zu gehören und mit Gott zu leben.
Die Bekehrung ist im Grunde genommen nur jenen möglich, die das Nichts und die Verkehrtheit in ihrem Leben radikal empfinden. Bekehrung ist nur dem Sünder möglich.
Jesus, ich bin der Levi!
Das Geld hat mich hart gemacht
und schmutzig
und niederträchtig.
Jesus komm auch bei mir vorbei
und berufe mich!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen