Selig ihr Armen, den euch gehört das Reich Gottes.
Selig, die ihr jetzt hungert, den ihr werdet satt werden.
Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.
Freut euch und jauchzt an jenem Tag, euer Lohn im Himmel wird groß sein.
Lk 6, 20-23
Das wichtigste Wort hier ist das Wort „selig“. Es bedeutet eine neue Dimension von Glück und Freude. Diese Seligkeit ist unvorstellbar für alle, deren Herz noch niemals von Gott berührt wurde.
Vergleichbar vielleicht mit dem Bräutigam, der zum ersten Mal in seinem Leben jenes Geschöpf in seine Arme schließt, für das er alles bereit war zu geben. Das ist nicht nur gesteigertes Glück aus Kindertagen, sondern eine neue Dimension der Liebe. Es ist ein neuer Bereich der Seele, ein vorher unbekanntes Land, das der Mensch noch niemals betreten hatte und das er jetzt staunend erlebt. Nur Gott selber hat Zutritt zu diesem tiefen Bereich der Seele. Nur Gott selber kann diese Seligkeit schenken. Sie ist ein Vorherscheinen der ewigen Seligkeit.
Aber dieses Feuer der Seele hat seinen Preis und seine Bedingung: Wer die Glut der innigen Liebe erleben will, muß seiner Braut treu sein. Wer andere außer ihr in die Arme schließt, hat das Paradies des Herzens verloren. So ist es auch bei Gott. Er will dich ganz, dein ganzes Herz.
Wenn du neben ihn noch andere „Götter“ hast, die dir „alles“ bedeuten, dann hast du das Paradies deines Gottes verloren. Deswegen kannst du das Feuer Gottes nicht empfangen, solange du noch vom Geld besessen bist, von Macht, Sinnlichkeit und Ehrsucht.
Das sind „Götter“, die dich beherrschen, obwohl Gott allein dein Leben lenken und führen will, dir zum Besten. Du mußt dich frei machen von dem, was dich hindert an Gott! Frei von Habgier und Herrschsucht, von Hochmut und sinnlicher Süchtigkeit. Denn du kannst nicht zwei Herren dienen, Gott und dem Mammon. Denn die Reichtümer dieser Welt ersticken das Feuer Gottes.
Mach dich frei für Gott! Gönn dir die Stille und das Schweigen des Gebetes! Vergönn dir die Zeit für Gott und sein Wort!
Die Bergpredigt ist die große Ermutigung Jesu, das Leben mit Gott zu wagen, auch wenn es manchmal Tränen gibt. In dieser irdischen Welt ist tiefe Liebe mit Tränen verbunden. Nur die harte Haut kennt keine Tränen.
Selig alle, die weinen, aber nicht zurückschlagen, wenn sie von Egoisten und Ellbogen gequält werde, unter Haß und Gewalt zu leiden haben. Egoisten haben keine Tränen, sondern Fäuste. Der Machrmensch hat keinen Schmerz, sondern bereitet Schmerz. Selig, wenn ihr zu den Weinenden gehört und nicht selber Tränen bereitet!
Alle Menschen wollen geliebt werden, aber sie scheuen die Opfer der Liebe.
Sie wollen gewärmt werden, aber sie fliehen das Feuer.
Sie wollen die Seligekeit, aber keine Tränen.
Sie suchen Gott, aber fürchten die Armut.
Deswegen haben sie Jesus nicht wirklich in die Gesellschaft der menschen aufgenommen.
Das wird auch dir so gehen, wenn du wie Jesus wirst.
Willst du zu ihm gehören?
Willst du mit ihm leben?
Willst du leben wie er?
Herr, ich glaube an deine Seligkeit und deinen Frieden.
Denn du hast ihn mir geschenkt.
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